Unerlaubtes Online-Glücksspiel: Gericht verurteilt erstmals Online-Casino zur Rückzahlung verspielter Beträge
Steinrücke . Sausen

Unerlaubtes Online-Glücksspiel: Gericht verurteilt erstmals Online-Casino zur Rückzahlung verspielter Beträge


In einem von der u. a. auf Online-Glücksspiel spezialisierten Kanzlei Steinrücke . Sausen geführten Gerichtsverfahren hat das Amtsgericht Friedberg (Hessen) den Online-Casino-Anbieter „Zecure Gaming“ mit Urteil vom 27.07.2020 zur Rückzahlung sämtlicher Beträge verurteilt, welche der Kläger im dortigen Online-Casino verloren hatte.

Nachdem ein Spieler über 3.000,00 € im Online Casino „GUTS“ eines der führenden Online-Casino-Anbieter „Zecure Gaming“ verloren und erst danach von der Illegalität des Angebots dieses Online-Casinos erfahren hatte, verlangte er vom Online-Casino wegen Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot sämtliche verspielten Beträge wieder zurück.

Mit Erfolg! Das Gericht hielt das Klagebegehren des Klägers für schlüssig und erließ gegen den Online-Casino-Anbieter „Zecure Gaming“ ein entsprechendes Versäumnisurteil, welches nun vorläufig vollstreckbar ist.

Der Online-Casino-Anbieter „Zecure Gaming“ betreibt neben dem Online-Casino „GUTS (guts.com)“ u. a. auch die Online-Casino-Seiten thrills.com, kaboo.com, gutsxpress.com und die sehr bekannte Seite rizk.com.

Hintergrund dessen ist, dass es sich bei den von den verklagten Online-Glücksspiel-Anbietern angebotenen Online-Glücksspielen (z. B. Casino, Roulette, Slot, Poker etc.) um solche Glücksspiele handelt, welche in Deutschland mit wenigen Ausnahmen für das Bundesland Schleswig-Holstein nicht zugelassen sind und für welche die verklagten Online-Glücksspiel-Anbieter keine deutsche behördliche Erlaubnis besitzen. Ohne diese deutsche behördliche Erlaubnis ist das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet in Deutschland jedoch verboten.

Haben auch Sie Geld bei unerlaubten Online-Glücksspielen verloren? Dann melden Sie sich bei uns, wir helfen Ihnen gerne.

Kategorie: Bank- und Kapitalmarktrecht, 31. Juli 2020



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